Ein neues Hobby

Endlich ist es soweit, verschoben um eine Woche durch Krankheit und Siechtum meinerseits (die Rüsselpest hat mal vorbei geschaut und mich umgeworfen), halte ich nun das Objekt meiner langjährigen Begierden schmeichelnd in den Armen. Eine Leihharfe aus dem Hause Salvi. Mia heißt das gute Stück (der Produktname, nicht der persönliche ;-)) und hat neben einen wunderschönen kirschholzfarbenen Korpus auch nicht weniger als 34 Kunststoffsaiten (die unteren acht davon mit Stahl ummantelt). Zugegeben, die Wahl fiel mir weniger schwer als angenommen. Hatte ich mich im Vorfeld noch in die Gaia oder die Titan verliebt (je 38 Saiten), hat mich der Klang dieser kleineren Gesellin doch echt umgehauen. Die Gaia hingegen klang nicht nicht so voll und warm wie man es vielleicht bei einer größeren Harfe erwartet hätte. Die Titan stand leider gar nicht zur Verfügung (ich hätte sie gerne einmal getestet). Mein heimlicher Star (und auch der meiner Lehrerin) war jedoch die Salvi Una, allerdings war sie noch so neu, dass weder ein finaler Preis feststand, noch war sie (natürlich) im Mietprogramm enthalten. Dieses kleine Schätzchen jedoch steht auf meiner Liste einer späteren Kaufharfe ganz weit oben. Witzigerweise war ich von den Lyon and Healy Harfen die mir zur Auswahl standen gar nicht angetan, z.B. von der etwas aalglatten „Prelude“ mit 40 Seiten. Einzig mit der Troubadour VI hatte ich kurz geliebäugelt, allerdings gab es noch einen sehr pragmatischen Grund, warum ich mich nicht fürt eine größere Harfe entschieden habe. Mit der kleinen Knutschkugel hätte ich ein echtes Transportproblem gehabt. Die Mia konnte ich noch so gerade eben transportieren, ohne die Rückbank umzuklappen. War ich vorher noch relativ größenwahnsinnig (ich nehm die größte Hakenharfe, die sie haben XD), war ich vor Ort seltsam bescheiden. Aber nicht zuletzt lag das auch an meiner Lehrerin, die Feuer und Flamme für die Harfe war und sie als super schönes und klangvolles Einsteigermodell tituliert hatte, nachdem sie sie gründlich auf Herz und Nieren (oder besser: Saiten) geprüft hatte. Nach etwa einer halben Stunde war alles verpackt, verstaut und ich fuhr mit Harfe, Lehrerin und Mietvertrag im Gepäck zu meiner ersten „richtigen“ Harfenstunde. Ein halbes Jahr zuvor hatte ich bereits eine Probestunde gehabt als feststand,  dass es beruflich und privat Richtung Bonn gehen würde. Ich kaute und wiederholte die Übungen vom letzten Mal durch,  die ersten beiden fielen mir, wie letztes Mal wieder erstaunlich leicht,  bei der dritten musste ich vor sechs Monaten schon passen (nach einem kleinen Gehirnknoten). Komischerweise fiel es mir dieses Mal genau so leicht wie die anderen beiden. Insgesamt acht Übungen habe ich an die Hand bekommen an denen ich mich entlang hangeln und mit dem Instrument vertraut machen kann. Die Stunde verflog leider viel zu schnell und ich kann die nächste Stunde kaum abwarten. Was mich dennoch sehr erfreut hat, war, dass meine Lehrerin und eine befreundete Querflötenspielerin spontan als Ersatz in der Einrichtung eingesprungen sind in der ich arbeite. So konnte ich meine Lehrerin „mal richtig“ in Aktion sehen und ich muss sagen: es war fantastisch. Das Spiel war so voller Energie, Elan und Herzblut und ja, ich glaube es hat auch den Bewohnern gut gefallen. Wer weiß, vielleicht sitze ich in ein bis zwei Jahren ja da und spiele. Erstrebenswert wäre es definitiv für mich 🙂

Salvi Mia

„Meine“ Mia aus dem Hause Salvi, ich liebe sie abgöttisch (solange die Una noch in den Sternen steht)

All shiny

Alantya

 

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