Ein kreativer Lichtblick

Ewig und drei Tage schreibe ich nun an Hells Gate Club, habe mich immer mit kleinen Details (teilweise nicht mal relevant für Leser o. ä.) herumgeplagt und ein eigenes kleines Universum geschaffen, nur, um ja zu nicht weiterschreiben zu müssen. Mein Plot ist schon seit langem an einer Stelle in der Gegenwart festgefroren, da ich mich viel zu sehr mit der Vergangenheit einiger Charaktere beschäftigt habe (die aber wiederum relevant ist, wenn nicht sogar essentiell). Ich habe verschiedene Abschnitte unabhängig voneinander geschrieben um sie dann wie Puzzleteile zusammensetzen zu können, kleine Szenen und Kapitelabschnitte, wie in einem Theaterstück.

In meinem Textprogramm habe ich die Kapitel mit kurzen Stichpunkten versehen, damit es geordneter ist und ich durchblicke (auch wenn es bisher abgetippt nur 135 Seiten sind), der Rest ruht noch auf Papier, damit sich keine Logikfehler einschleichen können, die schon öfter vorgekommen sind und sie auszumerzen nicht immer einfach war.

Trotz aller Widrigkeiten und Umstände und dass ich manchmal glaube, ich solle mich besser nur an Kurzgeschichten halten um endlich mal was abschließen zu können, habe ich seit gestern tatsächlich und wahrhaftig weitergeplottet an der Stelle, wo ich vor Äonen aufgehört habe. Der grobe Verlauf war irgendwie vorhanden bis zum Ende, aber die Feinheiten und einzelne Handlungsstränge der Charaktere, die ohnehin etwas verknotet sind fehlten. Zudem kamen noch einige neue Charaktere, Ideen, oder etwaige Verstrickungen hinzu. Einige Figuren die entweder nur am Rande auftauchen sollten oder gar nur erwähnt werden…sind jetzt leibhaftiger Bestandteil des Romans, sie brauchen ein Gesicht, eine Persönlichkeit, einen Hintergrund. Und all diese kleinen Dinge konnten mich davon abhalten vorwärts zu gehen, denn es war ja so viel spannender neue Backgrounds, Twists und Bröckchen zu ersinnen, als sich dem Schreiben des Romans weiter hinzugeben.

Vielleicht ist das Eis zwischen uns nicht gebrochen, aber es beginnt zu schmelzen. Und manchmal wünschte ich mir, ich hätte keine Zeit. Keine Zeit mich mit so etwas aufzuhalten um Deadlines zu berücksichtigen. Aber ich habe Zeit, alle Zeit der Welt theoretisch (oder weniger poetisch : bis zu meinem eigenen Ende) um diese Geschichte fertigstellen zu können, denn manchmal ist nur mein winziger Funke Ehrgeiz stark genug mich weitermachen zu lassen um den Roman zur Not über Selfpublishing in der Welt zu verteilen. Meistens jedoch ist er nur ein Haufen dampfender Asche, die längst vom Regen gelöscht wurde…

Alantya

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